Smart Rings sind mittlerweile in aller Munde. Ich selbst setzte bis vor Kurzem noch auf eine Smartwatch und hatte es irgendwann satt, keine „normalen“ Uhren mehr tragen zu können. Also fing ich an, mich über smarte Ringe zu informieren. Und glaubt mir: das Thema ist komplexer als man denkt. Letztendlich ist es für mich der RingConn Gen 2 Air geworden. Gerne berichte ich euch, warum meine Wahl auf diesen Ring gefallen ist.

Wann ist ein Smartring das Richtige für mich?
Ich würde sagen, dass wenn dein Fokus auf dem Tracken von Trainings liegt, ein Smartring nicht so gut geeignet ist. Der Smartring eignet sich eher zum dauerhaften Tracking deines Lifestyles. Du hast keinen Bildschirm – wie bei einer Smartwatch – auf dem du nebenbei sehen kannst, wie viele Kalorien du schon verbrannt hast oder wie hoch dein Puls gerade ist. Dazu müsstest du theoretisch beim Smartring die dazugehörige App öffnen.
Viele Smartwatches haben auch ein GPS-Tracking verbaut, sodass du beispielsweise beim Joggen genauestens auswerten kannst, wo du langgelaufen bist und welche Pace du an welchen Stellen hattest. Ich meine das ist mit den meisten Smartringen nicht möglich.
Wenn du also allgemein deinen Lifestyle analysieren und optimieren möchtest, zum Beispiel indem du mehr Schritte in deinen Alltag einbaust oder deine Schlafqualität tracken und verbessern möchtest, dann ist ein Smartring sehr gut für dich geeignet.
Was spricht gegen einen Oura Ring?
Für mich persönlich war direkt klar, dass ich mir keinen Oura Ring bestellen würde, weil es sich dabei um ein Abomodell handelt. Neben den initialen Kosten für den Ring fallen also monatliche Gebühren an. Damit hatte sich Oura für mich disqualifiziert. Bei RingConn bezahlt man nur einmalig den Ring.
Welche RingConn Modelle gibt es?
Das aktuellste Modell ist der RingConn Gen 2. Daneben gibt es das Modell RingConn Gen 2 Air. Der große Unterschied ist meiner Recherche nach, dass das Air Modell schmaler ist und das „normale“ Modell auch Schlafapnoe-Tracking anbietet. Außerdem ist das Gen 2 Modell teurer als das Gen 2 Air Modell.
Wie oft muss ich den Ring laden?
Auf eine lange Batterielaufzeit habe ich SEHR VIEL Wert gelegt. Denn sowohl bei smarten Ringen als auch bei Smartwatches denke ich mir: was bringt mir ein weiteres Gerät, das ich täglich laden muss (so wie mein Handy)? Daran möchte ich nicht denken müssen.
Außerdem ist für mich eines der wichtigsten Features das Schlaftracking. Wenn ich den Ring nachts laden müsste, macht dieses Feature keinen Sinn mehr.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der RingConn Ring (zumindest für das Modell Gen 2 Air gesprochen) nur alle 7-9 Tage geladen werden muss. Dafür wird eine Ladestation, in die der Ring magnetisch einrastet, und ein USB-C Kabel mitgeliefert.
Welche Werte trackt der Ring?
Folgende Trackingfunktionen bietet der RingConn Ring:
- Schlaftracking
- Aktivitätstracking
- Schritte
- Kalorien
- Training
- Stresstracking
- Pulstracking
- Zyklustracking (über die Hauttemperatur)
Das Zyklustracking hat mich besonders interessiert. Denn nur die wenigsten Smartrings in meiner Recherche boten eine Trackingfunktion der Hauttemperatur. Meistens gab es zwar ein Zyklustracking in den Apps, doch dieses basierte meistens nur auf kalendarischen Berechnungen. Man musste also selbst eingeben, wie lang der Zyklus normalerweise dauert und darauf basierend prognostiziert die App,
Wie finde ich die richtige Ringgröße?
Ganz wichtiger Punkt! RingConn bietet ein Sizing Kit für wenige Euros an. Darin enthalten sind Plastikringe in allen verfügbaren Größen und du kannst mal einen Tag (und vor allem auch eine Nacht!) lang ausprobieren, welche Größe sich für die angenehm anfühlt. Ich hatte erst eine Größe zu klein gewählt und musste den Plastikring nachts abnehmen, weil er mich so genervt hat.
Wann muss ich den Ring abnehmen?
Also ich behalte ihn auch zum Händewäschen an. Theoretisch ist er sogar so wasserdicht, dass man mit ihm Schwimmen kann. Ausprobiert habe ich das noch nicht.
Ich würde nicht empfehlen, den Ring beim Krafttraining mit Gewichten anzubehalten. Ich kann mir gut vorstellen, dass er dann sehr schnell zerkratzt.
Wie ist die App aufgebaut?
Man merkt der App schon an, dass sie vermutlich aus dem Chinesischen (?) übersetzt wurde. An manchen Stellen lesen sich Satzbau und Grammatik etwas holprig. Alles in allem bin ich aber zufrieden mit der App.
Besonders spannend finde ich es, wenn der Ring dich auf Auffälligkeiten aufmerksam macht. Bei mir war das zum Beispiel sehr zuverlässig der Fall, wenn ich Alkohol getrunken habe. Jedes Mal hat mich der Ring gefragt, ob ich möglicherweise vor dem Schlafen gehen getrunken habe, da mein Puls in der Nacht ein paar Schläge höher war. Ganz ehrlich? Das hat mich schon ein wenig geschockt und vor 1-2 Gläsern Wein am Abend noch stärker reflektieren lassen, ob ich meinem Körper diese „Belastung“ zumuten möchte.
Außerdem ist das Schlaftracking etwas strenger als ich es beispielsweise von der Amazfit App kenne. Der Ring zeichnet deutlich mehr Wachphasen und dadurch eine kürzere Schlafphase auf.
Mein Fazit
Ich besitze den RingConn Gen 2 Air nun seit drei Monaten und bin immer noch sehr zufrieden damit. Für mich ist er eine super Alternative zum Oura Ring. Berichtet doch gerne mal in den Kommentaren, welche Erfahrungen ihr schon mit Smart Ringen gemacht habt!
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